OBG fordert Erhalt des Gewerbes an der Hohemarkstraße

Oberursel (7. Juli 2020).– Die noch vorhandenen Gewerbeflächen entlang der Hohemarkstraße sollen erhalten bleiben. Dafür hat sich die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) am Dienstag nach einem Rundgang durch Camp King und das gegenüber liegende Gewerbegelände ausgesprochen. „Handwerk und Gewerbe sorgen für Arbeitsplätze und Einnahmen aus der Gewerbesteuer“, stellte Fraktionsvorsitzender Georg Braun fest. „Neue Wohngebiete belasten Oberursel dagegen mit kaum mehr bezahlbaren Ausgaben für Erschließung und soziale Verpflichtungen.“ Der Bebauungsplan „Quartier Hohemarkstraße“, dessen Aufstellung das Stadtparlament am 3. September beschließen soll, biete die Möglichkeit, das Gebiet zwischen Hohemarkstraße und Urselbach dem wachsenden Siedlungsdruck zu entziehen.

Der Rundgang führte die OBG und einige Anlieger durch das ehemalige Camp King zum gegenüberliegenden Gelände eines ehemaligen Autohauses und zur ehemaligen SEB-Schulungsstätte, die zurzeit noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. Nach dem Abriss des Gebäudes sollen hier Wohnungen entstehen. „Dass Investoren gerne auch alle übrigen Gewerbeflächen kaufen und die Eigentümer sie gerne teuer verkaufen würden, ist uns klar“, meint Georg Braun. Wie solche Umwandlungen funktionierten, zeigten entlang der Hohemarkstraße zahlreiche Beispiele, die mit den Namen wie Südzucker, Jandorfs Fabrik, Schneider, Scheele, Zöller, Faudi, Scheibe und Taunus-Glas Möller verbunden seien. „Wenn wir nichts dagegen tun, wird Oberursel zur verarmten Schlafstadt,“ befürchtet Braun.

Interessierter Gast des OBG-Rundgangs war der Erste Stadtrat Christof Fink.

Coronona-bedingt Abstand halten mussten die Teilnehmer des OBG-Rundgangs im Camp King und auf dem zwischen Hohemarkstraße und Urselbach liegenden Gewergebiet.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.