OBG Freie Wähler in luftigen Höhen

Oberursel, 24. August 2021. Hinter dem Taunus geht die Sonne unter, die Aussicht vom Turm der St. Ursula Kirche ist atemberaubend. „Wir wohnen schon schön,“ seufzt Jörg Acker zufrieden. In luftigen Höhen findet das diesjährige Ferienfraktionsprogramm der OBG Freie Wähler seinen Abschluss.

Zuvor hatte es an drei Terminen die Möglichkeiten gegeben, den Schuldwald zu besuchen, an einer Fahrradtour entlang von Entwicklungsflächen oder an einem lockeren Treffen im Sommergarten am Urselbach teilzunehmen.

Am Montagabend stand der letzte Ferientermin an. Elf TeilnehmerInnen trafen sich, um gemeinsam mit der OBG-Stadtverordneten und Stadtführerin Marion Unger den Kirchturm zu erkunden. Während der rund einstündigen Führung erläutert Unger vor allem historische Fakten rund um den Kirchturm. Besonders interessant und lehrreich ist hierbei der Besuch der Glockenkammer. Denn obgleich alle Anwesenden entweder in Oberursel aufgewachsen sind oder schon lange hier leben, hat bisher noch nicht jeder den Kirchturm gesehen. So gab es zahlreiche Fragen zu den Glocken und dem Gestühl, die Unger anschaulich beantwortete.

Auf dem Aussichtsrund vor der ehemaligen Türmerwohnung wird es dann doch noch politisch, als OBG-Fraktionsvorsitzender Andreas Bernhardt von der Altstadtsanierung der 1970er berichtet, wie sich der Stadtkern seitdem verändert hat und vor welchen Herausforderungen die Stadt Oberursel dahingehend immer wieder steht. Es sei wichtig, die Stadt auch von oben zu kennen, um die baulichen Veränderungen wahrzunehmen, nur so könne man diesbezüglich richtig handeln, so Bernhardt. Er versprach, die OBG werde am Thema Baugestaltungssatzung Altstadt dranbleiben. Obwohl die Stadtverordnetenversammlung deren Aufstellung bereits am 17.11.2016 beschlossen habe, befände sich das Thema beim Magistrat noch immer im Dornröschenschlaf, da immer noch kein entsprechender Satzungsentwurf vorgelegt wurde.

Bedeutend für Oberursel sei es aber auch, Werbung für die Stadt und ihre wunderschöne Altstadt zu machen, betont Marion Unger.

Auf den Bildern: OBG-Ferienfraktion vor, im und auf dem Turm von St. Ursula
Fotos: OBG

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Georg Braun gestorben

Oberursel (3. August 2021). – Der Bommersheimer Ortsvorsteher Georg Braun ist tot. Der Landwirt und Kommunalpolitiker starb in der Nacht zum Dienstag nach langer schwerer Krankheit auf seinem Anwesen St. Georgshof im Kreise seiner Familie. Er wurde 69 Jahre alt. Für die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG Freie Wähler), die Braun viele Jahre als Mitglied und Mandatsträger repräsentiert hatte, würdigte Fraktionsvorsitzender Andreas Bernhardt Braun als prägende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in Stadt und Kreis, der sich vor allem für die Landwirtschaft und das Bau- und Verkehrswesen in beispielhafter, nachhaltiger Weise eingesetzt habe.

Georg Braun wurde am 21. Mai 1952 in eine seit Generationen landwirtschaftlich verwurzelte Bommersheimer Familie hineingeboren. Der gelernte Landwirtschaftsmeister war viele Jahre Ortslandwirt, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft und gehörte dem Vorstand des Reit- und Fahrvereins Bommersheim als aktives Mitglied an. Als Vertreter der Landwirte und von 2011 bis zuletzt der OBG war er Mitglied des Beirats Bommersheim und seit April dieses Jahrs im neuen Ortsbeirat Bommersheim, der ihn auf seiner konstituierenden Sitzung zum ersten Ortsvorsteher in der Geschichte des Stadtteils wählte.

Seit 2006 war Braun Fraktionsmitglied der OBG Freie Wähler im Stadtparlament und dort von 2011 bis zum Frühjahr 2021 Fraktionsvorsitzender. Im Bau- und Umweltausschuss, in Kommissionen und im Aufsichtsrat der Stadtwerke brachte er seine profunden Sach- und Ortskenntnisse ein. Eine wichtige Rolle spielte er bei der Vorbereitung und Gestaltung des Hessentags, der großenteils in der Gemarkung Bommersheim stattfand. Auf Kreisebene war er seit 2006 Mitglied der Freien Wählergemeinschaft Hochtaunuskreis, heute Freie Wähler, zuletzt als deren stellvertretender Vorsitzender.

In der neuen Wahlperiode wurde Braun erneut ins Stadtparlament und erstmals in den Kreistag gewählt, wo ihn die Freien Wähler zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden machten. Beide Mandate konnte er krankheitsbedingt aber nicht mehr aktiv ausüben. Auch dem mit auf seine Initiative hin gebildeten neuen Ortsbeirat Bommersheim konnte er nur noch einmal beiwohnen.

Beruflich hat Braun in Bommersheim neben der Landwirtschaft ein mittelständisches Unternehmen für Forst-, Baum- und Landschaftspflege aufgebaut und inzwischen an seine Söhne übergeben. Er hinterlässt Frau Ingrid, drei Söhne und fünf Enkel.

Die Trauerfeier und Beisetzung finden am Mittwoch, 25. August 2021, um 10 Uhr auf dem Alten Friedhof (Geschwister-Scholl-Straße) in Oberursel statt.

Hier einige Erinnerungen an sein Wirken

Georg Braun

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OBG gratuliert Marion Unger zur Bürgermedaille

Marion Unger, Stadtführerin und Mandatsträgerin der OBG Freie Wähler hat am 14. Juli anlässlich des Bürgerempfangs die Bürgermedaille der Stadt Oberursel erhalten. Bürgermeister Hans-Georg Brum, der ihr die Auszeichnung auf einer Bühne an der Grundschule Mitte überreichte, begründete die Ehrung mit dem außerordentlichen Engagement Ungers für ihre heutige Heimatstadt. Als Stadtführerin habe die Brunnenstadt zahlreichen neuen und alteingesessenen Bürgerinnen und Bürgern nahe gebracht und auch als Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Außerordentliches geleistet.

Mit ihren informativen und unterhaltsamen Führungen wecke Marion Unger die Begeisterung bei den Oberurseler Bürgerinnen und Bürgern für „Ihre Stadt“. Besonders gerne gebe sie aber auch ihr Wissen an alle Gäste Oberursels weiter und trage so dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Stadt Oberursel erheblich zu steigern. Die Gäste kämen gerne wieder, um durch die schöne Altstadt zu spazieren, einen Bummel durch die Geschäfte zu machen oder auch um Restaurants oder Gaststätten zu besuchen.

Auch politisch habe Marion Unger bereits reüssiert, betonte der Bürgermeister. Aus Sympathie und um die Liste der OBG Oberurseler Bürgergemeinschaft – Freie Wähler zu unterstützen, sei sie bei den Kommunalwahlen im März als Vertreterin auf Platz 25 der OBG-Liste angetreten. Die Wähler hätten sie mit knapp 4000 Stimmen auf Platz 4 hoch kumuliert. Ebenso sei sie im Ortsbeirat Oberursel-Mitte mit 2760 Stimmen auf Platz 1 der Liste gewählt worden, mit großem Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. „Dies ist ein Zeichen ihrer großen Anerkennung und Beliebtheit bei den Oberurseler Bürgerinnen und Bürgern. Die städtischen Gremien erhalten eine sehr engagierte und sachkundige Vertreterin, die das Ohr nahe bei den Menschen in der Stadt hat und die sich nachdrücklich für ihre Belange einsetzt. Insbesondere die Themen Stadtgestaltung und Denkmalschutz werden durch sie eine zusätzliche Stimme erhalten. Die Arbeit des Stadtparlaments kann davon nur profitieren“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum anlässlich der Auszeichnung.

OBG-Vorsitzender Frank Kothe gratulierte der Geehrten im Namen der OBG. Dies sei ein guter Auftakt für langjähriges kommunalpolitisches Wirken im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Marion Unger mit der Bürgermedaille, flankiert von Bürgermeister Hans-Georg Brum und dem Brunnenfestpaar Verena und Andreas Schmidt. Foto: Frank Kothe

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OBG sieht geplantes Kommunikationszentrum in Gefahr

Oberursel (13. Juli 2021).- Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG Freie Wähler) bezweifelt, dass das an der Strackgasse geplante „Kommunikationszentrum Altstadt“ in der von den Beteiligten erwarteten Form zustande kommt. Wie der OBG-Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament, Andreas Bernhardt, am Dienstag nach einer Fraktionssitzung betonte, könnte der vom Eigentümer des ehemaligen Gewerbebaus vorangetrieben Ausbau zum Gewerbe- und Wohnobjekt alle Pläne einer einvernehmlichen Nutzung zunichtemachen.

Die OBG habe von Anliegern erfahren, so Bernhardt, dass der Eigentümer des Gebäudes über dem geplanten Kulturzentrum Wohnungen bauen lassen wolle und dafür bereits eine Baugenehmigung habe. „Wie aber verträgt sich das mit der Nutzung im Erdgeschoss durch das Kulturcafé der „Windrose“, Vereine, Initiativen, Übungsgruppen und die katholische Kirchengemeinde für unterschiedliche Zwecke vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein?“ fragt Bernhardt.

Bernhardt weist darauf hin, dass Teile des Hauses unter Denkmalschutz stehen und in der bisherigen Form erhalten bleiben müssen. Auch bestehe große Sorge, dass das Beispiel Strackgasse Nr. 6  Schule machen und ähnliche Bebauungen anstoßen könnte, ohne dass die Stadt widersprechen könne. Dies würde dazu führen, dass das historische Erscheinungsbild dieses Altstadtbereichs für immer Schaden nimmt.

Die OBG werde dazu an diesem Donnerstag im Bauausschuss Fragen stellen. Die OBG wolle auch wissen, wo Parkplätze für den zu erwartenden Besucher- und Anliegerverkehr ausgewiesen sind.

Blick auf die Hospitalkirche und Strackgasse. Im Vordergrund das Ensemble, das im Erdgeschoss das Kommunikationszentrum aufnehmen und darüber mit Wohnungen verbaut werden soll. Foto: privat

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OBG will dritte Stadtratsstelle streichen lassen

Oberursel (9. Juli 2021).- Die Fraktion der OBG Freie Wähler im Oberurseler Stadtparlament hält die Position des dritten hauptamtlichen Stadtrats für überflüssig. Die bisher von Thorsten Schorr besetzte Position sei seit dessen Wahl zum Ersten Kreisbeigeordneten im Hochtaunuskreis am 1. Juli 2019 verwaist und auch nicht neu ausgeschrieben worden,  heißt es in der Begründung zu einem Antrag, der am 15. Juli auf der Tagesordnung des Stadtparlaments steht. Beantragt wird, dass die Stelle aus der Hauptsatzung der Stadt gestrichen werden soll.

Fraktionsvorsitzender Andreas Bernhardt erinnert daran, dass die Mehrheitskoalition von CDU und Grünen ihre Vereinbarung mit den Worten „Aufbruch wagen – mit einer neuen Politik Oberursel nachhaltig gestalten“ überschrieben haben,  aber seither nicht mal die Ausschreibung der Stelle auf den Weg gebracht hätten, um für personelle Klarheit zu sorgen. Mit der bevorstehenden Sommerpause des Parlaments bestehe nun kaum noch die Möglichkeit, die vakante Position bis zum Amtsantritt der neuen Bürgermeisterin im Oktober zu besetzen. Ein geordneter Übergang mit Dezernatsverteilung müsse nun auf der Basis von zwei hauptamtlichen und vierzehn ehrenamtlichen Magistratsmitgliedern stattfinden. Eine spätere erneute Umverteilung der Dezernate sei zwar möglich, aber im Interesse einer geordneten Amtsführung nicht geboten. Die letzten beiden Jahre hätten gezeigt, dass die Stadt auch ohne einen dritten Hauptamtlichen angemessen und kostensparend verwaltet werden könne.

Schließlich gebe es ja auch noch die ehrenamtlichen Magistratsmitglieder, die gute Arbeit bei der Übernahme von Verantwortung im Sozialbereich, beim Brandschutz und in der Kultur leisten könnten, meint Bernhardt. Dies sei auch in Oberursel in der Vergangenheit immer wieder mit Erfolg praktiziert worden.

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Sommerfest der OBG – Freie Wähler

Oberursel, 6. Juli 2021 – Das erste persönliche Treffen der OBG – Freie Wähler fernab von Sitzungen nach über einem halben Jahr war ein besonderes: In entspannter Atmosphäre genossen Mitglieder und Familienangehörige am vergangenen Samstag das OBG-Sommerfest. Bei strahlendem Sonnenschein wurde sich in einem Garten am äußersten östlichen Zipfel der Oberurseler Gemarkung und natürlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln versammelt.

Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt: Die Anwesenden erfreuten sich an leckerem Gegrillten, schmackhaften Salaten sowie kühlen Getränken.

Endlich konnte sich wieder persönlich austauscht und besser kennengelernt werden. Eine echte Bereicherung gerade in Hinblick auf die vielen neuen Mitglieder. Und alle sind sich einig, dies war ein wunderbarer Nachmittag.

Bild: Einige OBGler beim Feiern auf Abstand. Foto: OBG

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OBG wundert sich über zögerliche Magistratsbildung

Oberursel, 25. Mai 2021.- Verwundert zeigt sich die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG-Freie Wähler) über die ihrer Ansicht nach sehr zögerliche Vervollständigung des hauptamtlichen Magistrats der Stadt. Es seien schon zwei Stadtverordnetensitzungen vorüber gegangen, ohne dass das Thema der Ausschreibung der seit langem freien hauptamtlichen Magistratsstelle auf der Tagesordnung gestanden habe, bemerkte Fraktionsvorsitzender Andreas Bernhardt am Montag nach einer Fraktionssitzung der OBG. „Es ist nicht gerade typisch für die CDU, dass ein solch wichtiges Wahlamt nicht unverzüglich besetzt wird“, meint er. Die OBG sei gespannt, wer präsentiert werde und welche Gründe es für die Zurückhaltung der CDU gebe. Immerhin verfüge die CDU ja über einen knapp unterlegenen Bürgermeisterkandidaten, dem sie sogar das höchste Magistratsamt zugetraut habe.
Die OBG hege die Hoffnung, so Bernhardt weiter, dass die neue Koalition aus CDU und Grünen von der vor ihr regierenden CDU/SPD-Koalition gelernt habe, nur Wahlbeamtenstellen mit Parteipolitikern zu besetzen und nicht künftig frei werdende Geschäftsführerpositionen städtischer Gesellschaften. Die OBG erinnere sich noch sehr gut, dass ungeachtet von Stellenausschreibungen ein Geschäftsführerposten für die Stadtentwicklungsgesellschaft SEWO und die Betriebsleiterposition für den Bau & Service Oberursel (BSO) mit zwei Stadtverordneten der Koalitionsparteien besetzt worden seien.
Sehr zufrieden zeigten sich die OBG-Mandatsträger nach Auskunft Bernhardts bei einer Videokonferenz am Pfingstmontag über die Wahl von Frank Kothe und Dr. Christoph Matz in den ehrenamtlichen Magistrat der Stadt.  Auch hier sei der OBG ein Generationswechsel gelungen. Im Magistrat und im Stadtparlament habe die OBG jetzt genau die Hälfte der Mandate mit neuen Personen besetzen können.

Magistratsmitglieder und Stadtverordnete der OBG Freie Wähler. Obere Reihe v.l.n.r: Dr. Christoph Matz, Ingo Wolf, Andreas Bernhardt, Justus Hieronymi, Frank Kothe. Untere Reihe v.l.n.r. Marion Unger, Melanie Lauer, Wolfgang Westenburger. Foto: OBG
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Andreas Bernhardt führt die OBG Freie Wähler-Fraktion an

Oberursel, 08. April.2021; Die Fraktion der OBG Freie Wähler hat sich konstituiert. Erwartungsgemäß kam es zu einigen Veränderungen: So wählten die Fraktionsmitglieder Andreas Bernhardt einstimmig an ihre Spitze. Als dessen Stellvertreter bleibt OBG-Urgestein Georg Braun weiterhin in der Fraktionsführung vertreten.

„Der Generationswechsel ist vollzogen“, betont Bernhardt. Drei der sechs Stadtverordneten seien Neulinge, die auf Anhieb bei der Kommunalwahl von den Bürgerinnen und Bürgern in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurden. Auch sei  man sehr zufrieden über die elf errungenen Mandate in den Ortsbeiräten.

Die Vorbereitungen hinsichtlich der neuen Legislaturperiode liefen selbstverständlich schon. Unter anderem habe bereits am Ostermontag eine virtuelle Grundlagenschulung für die neuen Mandatsträger und die potentiellen Nachrücker stattgefunden.
„Wir haben ein sehr motiviertes Team mit vielen neuen Ideen und müssen uns auf neue Formate einstellen, die allen Mandatsträgern gerecht werden können“, freut sich Bernhardt.

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OBG fordert Subvention für Oberurseler Kohleausstieg

Oberursel, 1. April 2021.- Auf einen historischen Beitrag Bommersheims zum Klimaschautz hat die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG-Freie Wähler) hingewiesen. 1925 wurde in der damals noch selbstständigen Gemeinde der Braunkohleabbau beendet und das Bergwerk „Gnade Gottes“ zum zweiten und letzten Mal geschlossen. Wie die OBG herausfand, scheiterte 1945 ein erneuter und letzter Öffnungsversuch. Die Ausbeutung des 22 000 Quadratmeter großen Grubenfelds mit Schächten bis zu 30 Metern Tiefe gehörte damit endgültig der Vergangenheit an.

„Der heutige Oberurseler Stadtteil hat schon frühzeitig den Abbau von Braunkohle gestoppt und somit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz geleistet“, stellt OBG-Fraktionsgeschäftsführer Andreas Bernhardt in einer Pressemitteilung fest. Dass der Stadt dadurch aber eine Einnahmequelle verloren gegangen sei, sei nie berücksichtigt worden. „Gerade jetzt“, so Bernhardt, „kann Oberursel das Geld gut gebrauchen. Vor allem, wenn wir den Klimaschutz weiter voranbringen wollen.“ Daher ist die OBG der Meinung, dass die beschlossenen Subventionen für Regionen, die aus dem Kohleabbau aussteigen, rückwirkend auch an die Stadt Oberursel ausgezahlt werden müssten.

Auch die frisch gewählte OBG-Stadtverordnete Melanie Lauer sieht dringenden Handlungsbedarf. Nach einem Besuch der Reste des einstigen Bergwerks „Gnade Gottes“ kündigte sie an, sich sofort nach Beginn ihres Mandats am 1. April dafür einsetzen zu wollen, dass der Magistrat bei Land und Bund einen Antrag auf Subventionierung des Bommersheimer Kohleausstiegs stellt.

Die OBG ist laut Bernhardt sicher, dass sie dafür im Stadtparlament breite Unterstützung finden wird, und zwar besonders von den Sozialdemokraten um die neue Oberurseler Bürgermeisterin und SPD-Ortsvereinsvorsitzende Antje Runge, denn heute noch werde auf SPD-Parteitagen das Steigerlied angestimmt.

Foto: Melanie Lauer in Reviersteigerkleidung bei ihrem Besuch der „Gnade Gottes“ in Bommersheim. Foto: OBG

Dies war der Beitrag zum 1. April 2021, Aprilscherz 🙂

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Grüne und OBG: Zusammen Müllsammeln für Stierstadt

Stierstadt (7. März 2021).- Großen Anklang fand der Aufruf der OBG und Bündnis 90/Die Grünen zum gemeinsamen Frühjahrsputz am 6. März in Stierstadt – so packten rund 60 Erwachsene und Kinder tatkräftig mit an, um Stierstadt nach dem Winter sauberer zu machen.
Unter Wahrung des Abstandes, ausgestattet mit Müllsack und teilweise mit Zangen, verteilten sich die Teilnehmer entlang der S-Bahn, des Skaterplatzes, rund um die Schulen und auch am Seedammweg. Um auch in der aktuellen Zeit eine solche gemeinsame Aktion realisieren zu können, hatten die Organisatoren Jan Schilling (Grüne) und Stefan Beitlich (OBG) ein passendes Hygienekonzept erstellt und Rücksprachen mit Kreis & Stadt gehalten.
„Jetzt ist das Gras noch niedrig und die Büsche ohne Laub – beste Jahreszeit, um allen Müll zu entdecken.“, meinte eine Teilnehmerin. Und davon gab es einigen – so trugen die Teilnehmer nach gut 1.5 Stunden teilweise prall gefüllte Müllsäcke zusammen: vor allem Flaschen, Zigarettenstummel, Taschentücher, Plastikverpackungen, aber auch einige Corona-Masken. Dazu fand man auch einige größere Objekte, welche nun auch fachgerecht mit entsorgt werden.
„Die gemeinsame Aktion bedeutet nicht, dass Grüne und OBG immer einer Meinung sind. Bei dem Kampf gegen die Vermüllung gibt es aber keinen Unterschied“, meint Frank Kothe, Vorstand der OBG und fügt an: „Dort wo kein Müll ist, wird auch weniger Müll weggeworfen. Mit einer solchen Aktion hoffen wir, dass es das Bewusstsein aller für Klima- und Umweltschutz schärft, sodass in Zukunft weniger Müll achtlos im Grünen weggeworfen wird“.
Christof Fink, Bürgermeisterkandidat der Grünen, der mit seinem Sohn an der Aktion teilnahm, ergänzt hierzu: „Ich mache bei diesen Aktionen auch deswegen immer gerne mit, weil in der Regel viele Kinder dabei sind. Dieses Engagement gilt es zu unterstützen, aber auch Vorbild zu sein. Ganz praktisch bei Sonnenschein gemeinsam Gutes für Oberursel zu tun, macht auch einfach Spaß.“
Unter den Teilnehmern, wie auch unter Passanten, fand die Aktion großen Zuspruch. Jan Schilling (Grüne) hierzu: „Wir sind begeistert und bedanken uns ganz herzlich bei allen Unterstützern! Die Stierstädter haben wieder gezeigt, dass wir zusammen etwas bewegen können.“ Auch Stefan Beitlich (OBG) zeigte sich zufrieden: „Ich bin positiv überrascht, wie viele Teilnehmer unserem Aufruf gefolgt sind und finde, dass wir stolz auf unsere Leistung sein können.“
Die Organisatoren sind sich einig – im Herbst werden wir das Ganze noch einmal in einem anderen Areal von Stierstadt wiederholen.

Gemeinsame Müllsammelaktion von Bündnis 90/Die Grünen und OBG in Stierstadt mit (stehend von rechts) dem OBG-Vorsitzenden Frank Kothe, OBG-Ortsbeiratskandidat Stefan Beitlich, Bürgermeisterkandidat Christof Fink und Organisator Jan Schilling, beide von Bündnis 90/Die Grünen.
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