OBG nominiert Andreas Bernhardt als Bürgermeisterkandidaten

Andreas Bernhardt OBG-Bürgermeisterkandidat

Oberursel, 20.10.2020. Der Vorsitzende der OBG-Freie Wähler, Frank Kothe, gab heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass der Vorstand der Mitgliederversammlung die Nominierung von Andreas Bernhardt zum Bürgermeisterkandidaten der Oberurseler Bürgergemeinschaft für die Wahl am 14. März vorschlagen werde. Kothe betonte, es sei für Oberursel wichtig, dass sich ein Kandidat bewerbe, der die Belange der Stadt unabhängig von Parteiinteressen in Land und Bund vertreten könne.
Bernhardt ist 49 Jahre alt und ledig. Die Familie ist seit je her in Oberursel ansässig. Der gelernte Bankkaufmann hat sich nach erfolgreicher Arbeit für eine deutsche Großbank 1997 als Versicherungsmakler und Baufinanzierungsvermittler selbstständig gemacht. Seit zehn Jahren ist er Stadtverordneter und führt die Geschäfte der OBG-Fraktion. Er verfüge über ausgesprochen solides Fachwissen in den wichtigsten Bereichen der Kommunalpolitik, so Kothe. Bernhardt ist langjähriges Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke und wirkte fünf Jahre in der Betriebskommission des BSO (Bau&Service Oberursel) mit. Durch sein Mandat als Kreistagsabgeordneter entscheidet er seit 2016 über wichtige Themen wie Schulbau und Gesundheit.
Bernhardt steht der Fußballfamilie des Hochtaunuskreises seit 2012 als Kreisfußballwart vor. In schwieriger Zeit war er Vorsitzender des FC 04 Oberursel. Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 initiierte er die Gründung eines Vereins, der Public Viewing in der Oberurseler Innenstadt organisierte. Andreas Bernhardt war Kirchenvorsteher der evangelischen Christuskirchengemeinde und gestaltete dort viele Jahre die Jugendarbeit mit.
Andreas Bernhardt sieht seine Schwerpunkte in der Oberurseler Stadtpolitik vor allem in den Bereichen Bauen, Finanzen und Verkehr. Die klamme Stadtkasse lasse wenig Spielraum für ausufernde Träume, betonte er während der Pressekonferenz. Großprojekte wie Rathaus- und Stadthallensanierung, Gefahrenabwehrzentrum und Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung könnten nur nacheinander und nicht gleichzeitig umgesetzt werden. Das Programm der bisherigen Regierungskoalition zum Bau von tausend neuen Wohnungen müsse erst einmal pausieren. Die anfallenden Infrastrukturkosten seien schon jetzt immens hoch, und es könne nicht sein, dass Oberursel die Steuern noch mehr erhöhen müsse für Zuzugswillige, die künftig in Oberursel wohnen möchten. Das knappe Geld reiche kaum für die, die bereits hier leben.
Eine Verkehrswende ist aus Sicht Bernhardts unausweichlich, müsse aber zwingend die Erwartungen und Lebensweisen aller berücksichtigen und ideologiefrei allen in Oberursel genutzten Verkehrsträgern Rechnung tragen, ohne die Menschen zu bevormunden.

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OBG jetzt mit Zusatz „Freie Wähler“

Oberursel.- Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) wird bei der Kommunalwahl am 14. März mit dem Zusatz „Freie Wähler“ antreten. Dies hat die Mitgliederversammlung kürzlich beschlossen. Frank Kothe, Vorsitzender der OBG, wies darauf hin, dass die OBG schon seit 14 Jahren erfolgreich auf Kreisebene mit den Freien Wählern Hochtaunus zusammenarbeite. Auf Kreisebene würden wichtige Entscheidungen auch für Oberursel getroffen. Deshalb wolle sich die OBG eindeutig der Bewegung der Freien Wähler anschließen, jedoch parteipolitisch weiter ungebunden bleiben.

Die Oberurseler Bürgergemeinschaft – Freie Wähler entstand 1966 aus verschiedenen Wählerinitiativen und ist seit 1968 durchgehend im Stadtparlament vertreten. Mit dem Zusatz Freie Wähler wolle sie auch den Erkennungswert für von außerhalb zugezogene Bürgerinnen und Bürger verbessern, die die Freien Wähler anderswo bereits als erfolgreiche Akteure der Lokalpolitik kennengelernt hätten, betonte Kothe.

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Wolfgang Pristaff gestorben

Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) trauert um Wolfgang Pristaff, der am 27. Juli im Alter von 83 Jahren in einer Heidelberger Klinik starb. Pristaff war 1976 in die OBG eingetreten und zeitweise deren Vorsitzender. Von 1980 bis zu seinem Tode war er ununterbrochen ehrenamtlicher Mandatsträger seiner Heimatstadt Oberursel, 22 Jahre als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, davon fünf Jahre als Fraktionsvorsitzender, danach sechzehn Jahre lang Mitglied des Magistrats. Während dieser Zeit eröffnete er zweimal die Wahlzeit als Alterspräsident, war vier Jahre stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, gehörte zwölf Jahre lang dem Aufsichtsrat der Stadtwerke an und insgesamt 39 Jahre der Verkehrskommission des Magistrats als Sachverständiger für das Kraftfahrzeugwesen.

In der Kommunalpolitik bildeten Pristaff und die OBG-Mandatsträger Helmut Reutter und Karl Böhle viele Jahre lang ein einflussreiches Team, vor allem während der Koalitionszeit mit CDU und zeitweise auch FDP. Dabei widmete Pristaff sich besonders Fragen von Bau, Verkehr und Sport.

Wolfgang Pristaff

Pristaffs langjähriges kommunalpolitisches Wirken wurde mit der Verleihung des Titels Stadtältester und des Ehrenbriefes der Landes Hessen gewürdigt. 

Pristaff wuchs in Oberursel auf und verbrachte dort sein ganzes Leben. Er heiratete, bekam zwei Töchter und wohnte nahe der heutigen Feldbergschule, die sein Vater über drei Jahrzehnte hinweg geleitet hatte. Ihn selbst zog es beruflich als Prüfingenieur in das KfZ-Wesen. Er hatte eine eigene Firma am Zeilweg im Gewerbegebiet Drei Hasen. Die älteren Oberurseler kannten ihn auch als freien Mitarbeiter der Sportredaktion der Lokalzeitung „Taunus-Anzeiger“, als eingeschworenen Eintracht-Anhänger, der kaum ein Heimspiel ausließ, und als leidenschaftlichen Golf- und Tennisspieler. Mit der zunehmenden Abnutzung der Gelenke musste er sich zuletzt immer mehr von seinem geliebten Freizeitsport zurückziehen.

OBG-Fraktionsvorsitzender Georg Braun würdigte Pristaff in einem Nachruf als warmherzigen, den Menschen zugewandten Kommunalpolitiker aus Leidenschaft, der in seiner Heimatstadt vieles mit Sachverstand und ohne großes Aufheben in Gang gesetzt habe. Seinen Leiden habe er bis zuletzt trotzen wollen und seinen Magistratssitz im August vergangenen Jahres erst dann aufgegeben, als es gesundheitlich nicht mehr anders ging. „Er war uns allen ein Vorbild und hinterlässt eine große Lücke,“ sagte Braun. „Wir hätten ihm und seiner Familie noch viele Jahre beschaulichen Genießens im Refugium im Südosten Frankreichs gegönnt.“

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OBG trauert um Jürgen Kaziur

Jürgen Kaziur

Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) trauert um Jürgen Kaziur, der am 18. Juli im Alter von 72 Jahren starb. Der Verstorbene war Mitglied der OBG, Kassenprüfer der Wählergemeinschaft und Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung. In die Kommunalpolitik brachte er sich lange Jahre als sachkundiger, kritischer Fragesteller in den Ausschüssen und Verfasser zahlreicher Leserbriefe ein. Sein Interesse galt vor allem der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Lange Jahre hatte er in leitenden Stellungen der Automobilindustrie gearbeitet. Neben technischen und wirtschaftlichen zeigte Kaziur auch kulturelle Interessen. Bis zuletzt war er Mitglied und Schatzmeister der in Frankfurt ansässigen Deutsche Rossini Gesellschaft e.V. Er hinterlässt Ehefrau Brigitte, der die besondere Anteilnahme der OBG gilt. „Jürgen Kaziur war ein Oberurseler Bürger, der sich aktiv ins kommunale Geschehen einbrachte und die OBG durch seine präzisen Hinweise und hilfreichen Kommentare voranbrachte,“ würdigte OBG-Vorsitzender Frank Kothe den Verstorbenen. „Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.“

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Borngrund: Keine weitere Bebauung ohne Verkehrsanbindung

OBG beklagt Planungsfehler bei Stierstadts Entwicklungsmöglichkeiten

Oberursel (21. Juli 2020).- „Es darf keine Ausweitung der Bautätigkeit in Stierstadt geben, bevor nicht die notwendige soziale Infrastruktur geschaffen und die Verkehrsanbindung gewährleistet ist.“ Zu diesem Fazit kam der Fraktionsvorsitzende der Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG), Georg Braun, nach einem Rundgang am Montagabend entlang des Stierstadter Schulzentrum, des Neubaugebiets Borngrund, des Ortskerns, des Friedhofsgeländes und der Sportplätze. Deshalb sage die OBG auch Nein zur Bebauung der ehemaligen Erweiterungsflächen des Friedhofs.

Braun bezeichnete es als richtig, den Seedammweg für den Durchgangsverkehr geschlossen zu halten. „Wenn wir den öffnen, gibt es kein Halten mehr für den Verkehr und weiteren Baudruck,“ meinte er. Die Taunusstraße könne aber keinen Zusatzverkehr mehr aufnehmen. Die Lösung wäre eine Überbrückung der S-Bahnstrecke und Anbindung an die geplante Südumfahrung oder die von der OBG schon lange vorgeschlagene Anbindung an die Straße zwischen Oberursel und Oberhöchstadt gewesen. Beides sei aber in weite Ferne gerückt. Hier habe es in der Vergangenheit zahlreiche Planungsfehler gegeben, die kaum noch gutzumachen seien.

Die OBG will die Anwohner des Borngrundes bei der Anlage des neuen Spielplatzes unterstützen. Hier komme die Stadt ihren Zusagen nicht nach. Gelobt wurde von Alt- und Neubürgern auch die Kinder- und Jugendarbeit des Fußballvereins Stierstadt. Der Verein plane gerade in Eigeninitiative den Bau eines Street-Soccer-Spielfeldes, um den wachsenden Zulauf abfedern zu können.

An der Begehung beteiligten sich etwa dreißig interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Mandatsträger.

Rundgang der Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) am 20. Juli durch Stierstadt. Hier das Gespräch mit den Anwohnerinnen und Anwohnern des Borngrunds. Foto: OBG
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OBG: Keine Panikverkäufe städtischen Wohnraums

Oberursel, 28.4.2020. Die OBG-Fraktion hat sich gegen den Verkauf von städtischem Wohnraum zur Finanzierung des Betriebshof-Neubaus ausgesprochen. Es sei zwingend erforderlich, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und nicht in „Panikverkäufen“ auch das letzte Tafelsilber der Stadt zu veräußern. Dies gelte trotz finanzieller Notzeiten, die der Stadt jetzt bevorstehen, meint OBG-Haushaltsexperte Andreas Bernhardt in einer am Dienstag im Namen der Fraktion abgegebenen Erklärung.

Für den Neubau des Wertstoff-und Betriebshofes fallen Mehrkosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro an. Dies sei bei den Haushalsberatungen bereits bekannt gewesen, erläutert Bernhardt. Zur Finanzierung der Teuerung schlägt der Magistrat den Stadtverordneten vor, Immobilien mit insgesamt sieben Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit zu verkaufen.

OBG-Haushaltsexperte Bernhardt hierzu: „Mal davon abgesehen, dass der Magistrat hier einen Hinterzimmerbeschluss herbeiführen will, da er in einer nichtöffentlichen Beratung gefasst werden soll, kommt es überhaupt nicht in Frage, dass nach dem Tafelsilber fürs Hallenbad nun noch die Reste aus dem Besteckkasten verkauft werden. Nach der Ägide von Bürgermeister Brum wird nichts mehr da sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass die schlechten finanziellen Jahre für die Stadt Oberursel kommen werden, wenn die Pandemie längst beendet ist und dringend benötigte Gewerbesteuerzahlungen ausbleiben“.

Einstimmig habe sich die am gestrigen Montag über Telefonkonferenz tagende OBG-Fraktion dafür ausgesprochen, dass bezahlbarer städtischer Wohnraum zu erhalten sei und nicht am Ende zu Gunsten von Neubauten veräußert werden dürfe, erläutert Bernhardt. Lediglich für einige der zu verkaufenden Wohneinheiten gibt es nach Information der OBG eine Mietpreisbindung. Einig zeigte sich die OBG auch darüber, dass es wesentlich kostengünstiger sei, existierende bezahlbare Wohnungen zu erhalten als neue zu errichten. Auch die vorhandene gewerblich genutzte Einheit könnte zu Wohnraum umgebaut werden.

Aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden, Georg Braun, muss sich die SPD, die sich in den sozialen Netzwerken andauernd für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ausspreche, Doppelzüngigkeit vorhalten lassen.

Die OBG hofft, dass sich in der abschließenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an diesem Donnerstag die Vernunft durchsetzt und dem Magistrat aufgegeben wird, für den Betriebshof ein anderes Finanzierungskonzept vorzulegen.

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OBG: Ausfallende Termine

Die Stadtverordnetenfraktion der Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) tagt in der Regel öffentlich und steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Diese Fraktionssitzungen sind b.a.w. abgesagt.  Wir informieren, wenn wir den gewohnten Sitzungsbetrieb wieder aufnehmen.

Auch die traditionelle Verteilung von Ostereinern am Ostersamstag in der Vorstadt findet nicht statt.

Wir sind alle aufgerufen, alle direkten Begegnungen außerhalb der Personen im eigenen Haushalt auf das unbedingt notwendige zu reduzieren.  Es fällt uns allen schwer. Aber es muss sein. Und sagt allen, die es verharmlosen, dass sie irren.

Bleiben Sie gesund!

Ihre  Stadtverordneten und Magistratsmitglieder der Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG)

Andreas Bernhardt – Cäcilia Bind – Georg Braun – Frank Kothe – Robert Rethfeld – Roland Ruppel – Wolfgang Westenburger – Ingo Wolf

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OBG enttäuscht von unverbindlichen Beschlüssen der Regionalversammlung zur Josefstadt

Blick Frankfurt

Blick von Weißkirchen nach Frankfurt

Oberursel, 14.12.2019.- Enttäuscht zeigt sich die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) über die zur sogenannten Josefstadt getroffenen Beschlüsse der Regionalversammlung vom Freitag. Es sei zwar nachvollziehbar, dass die Regionalvertreter sich nicht verbindlich äußern wollten, da zu keinen anderen Flächen des neu aufzustellenden Regionalplanes verbindliche Festlegungen vorgesehen waren. Doch nur ein endgültiger Beschluss hätte für die nötige Klarheit sorgen können.

Die OBG-Fraktion im Stadtparlament hatte die Sitzung der Regionalversammlung am Freitag im Frankfurter Römer mit einer Abordnung verfolgt. „Gewiss wurde mit großer Mehrheit ein Kompromiss gefunden, der deutliche Hürden für eine Bebauung westlich der A5 auferlegt,“ bestätigte Fraktionsvorsitzender Georg Braun. „Aber wenn sich jetzt alle als Urheber des Kompromisses feiern, hinterlässt das angesichts der Unterschiedlichkeit der Meinungen im Vorfeld einen starken Beigeschmack.“

Lob verdient hat nach Ansicht der OBG die FDP-Fraktion in der Regionalversammlung. Im Gegensatz zur Oberurseler FDP, die es bisher vermiedenhabe, sich gegen eine Bebauung auf der Oberurseler Seite der Autobahn 5 auszusprechen, habe die FDP in der Regionalversammlung bis zum Schluss der Diskussion versucht, einen eindeutigen und bindenden Beschluss zur Nichtbebauung für das Gebiet westlich der A5 zu erzielen, dafür allerdings eine Bebauung östlich der A5 zuzulassen. Steinbachs Altbürgermeister Stefan Naas habe eindrücklich vor Hintertüren gewarnt, berichtete Georg Braun am Samstag in einer Pressemitteilung.

Als einziger in Oberursel wohnender Politiker sprach Christof Fink (Bündnis 90/Die Grünen) im Plenum. Er brachte die grundsätzliche Bedeutung der Klimaveränderungen in Erinnerung und so auch die zwingende Notwendigkeit, Grünflächen und Luftschneisen zu erhalten. Aus Sicht der OBG ist das ein wichtiger Aspekt. CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Banzer, der sich öffentlich gegen eine Bebauung auf beiden Seiten der A5 ausgesprochen hatte, blieb der Sitzung fern.

Bei den Besuchern der OBG-Fraktion verfestigte sich die Meinung, dass sich Frankfurter und Nicht-Frankfurter in den jeweiligen Parteien gegenseitig nicht weh tun wollen. „Ein typisches Verhalten, wie wir es aus der Parteipolitik gewohnt sind,“ kommentierte Andreas Bernhardt, Fraktionsgeschäftsfürer der OBG, den Debattenverlauf.

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Trauer um Reinhart Stoll – OBG würdigt verstorbenen Mandatsträger

Reinhart Stoll - Auswahlfoto

Oberursel, 3.12.2019. – Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) trauert um ihr Mitglied und ehemaligen Stadtverordneten Reinhart Stoll, der am 28. November im Alter von 82 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. Der gebürtige Frankfurter lebte seit 1945 in Oberursel.

Reinhart Stoll war von 1993 bis 1997 und von 2001 bis 2016 Stadtverordneter, bis 2006 für die Wählerinitiative Lebenswertes Oberursel (WILO) und nach deren Zusammenschluss mit der Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) für die OBG. Für die Freie Wählergemeinschaft Hochtaunuskreis (FWG) war er von 1997 bis 2001 Mitglied des Kreistags. Darüber hinaus setzte er sich in Beiräten, Kommissionen und Arbeitskreisen für die Belange der Oberurseler Bürgerinnen und Bürger ein. Die Verhinderung der Kompostierungsanlage im Gewerbegebiet „Drei Hasen“ bezeichnete er als seinen größten persönlichen politischen Erfolg.

Das Malen und die Fotografie waren, neben dem Reisen, Stolls große Leidenschaften. Er begründete den Photo-Cirkel des Kulturkreises Oberursel und war lange dessen Vorsitzender. Mit den Malern und Fotografen der Oberurseler Partnerstädte stand er in engem Kontakt.

Sein Berufsleben begann Stoll als Schriftsetzer und arbeitete nach Wegfall seiner Stelle aufgrund der technischen Veränderungen im Druckgewerbe bis zum Ruhestand zehn Jahre als Lektor.

Beliebt und geschätzt war er über Parteigrenzen hinaus wegen seiner freundlichen und offenen Art. OBG-Fraktionsvorsitzender Georg Braun erinnert sich an die lange Zusammenarbeit in der Stadtverordnetenfraktion: „Reinhart Stoll hat uns immer gut vertreten. Er war in der Stadt herausragend vernetzt und hat oft auch Anschub für die kleinen, aber wichtigen Dinge gegeben, die viele andere nicht gesehen haben. Bei den aus seiner Sicht wichtigen Entscheidungen eignete er sich immer ein exzellentes Hintergrundwissen an.“

Reinhart Stoll hinterlässt seine Frau, seine beiden Kinder und vier Enkelkinder. Er schlief im Kreise seiner Familie zu Hause friedlich ein. Wir werden ihn sehr vermissen.

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OBG lehnt Oberurseler Haushaltsentwurf ab

Oberursel, 12.11.2019.

Aus Sicht der OBG-Fraktion hinterlässt der scheidende Kämmerer Thorsten Schorr (CDU) zerschlagenes Porzellan. Seine Bilanz könne nicht befriedigen. Wie man es auch dreht und wendet, seien die Kosten  unter Schorrs Ägide ausgeufert. Die Grundsteuer B wurde aktiv von 300 Punkten im Jahr 2012 auf 750 Punkte im Jahr 2020 erhöht. Selbst wenn man entlastende Faktoren, wie zum Beispiel hohe Gewerbesteuerrückzahlungen und zusätzliche Verpflichtungen aus der Kinderbetreuung berücksichtige, stoße das Grundübel sauer auf.  Die Ausgaben werden permanent höher als die Einnahmen gesteigert.

In den vergangenen Jahren habe die Stadt die Aufwandsentwicklung nur durch Steuererhöhungen und durch den Verkauf von städtischem Eigentum kompensieren können. Das „Tafelsilber“ sei jetzt aber weitgehend veräußert. Auch fehle der Wille, Einsparungen im Haushalt vorzunehmen. Im Gegenteil sollen im kommenden Jahr die Verwaltungsaufwendungen um ca. 6% wieder deutlich steigen und es würde sich noch mehr Personal in der Kernverwaltung gegönnt. Die mit der Steuererhöhung veranschlagten Mehrerlöse von ca. 5,7 Mio. Euro belaste Eigentümer selbstgenutzter Immobilien genauso wie Mieter, auf die die Grundsteuer umgelegt wird, und damit jeden Einwohner der Stadt. Aus Sicht der OBG trage somit die Stadt selbst dazu bei, dass aus bezahlbaren nun unbezahlbarer Wohnraum werde könne.  Auch die mangelnde Bereitschaft der CDU/SPD-Koalition zur Einführung einer Zweitwohnsitzsteuer trage aus OBG-Sicht nicht dazu bei, Entlastungen am Wohnungsmarkt und beim Haushalt zu schaffen. Viele Nachbarkommunen seien hier ein ganzes Stück weiter als Oberursel. Damit aber nicht genug, gehe die Stadt doch auch noch davon aus, dass diese Steuererhöhung nicht ausreichen werde zukünftige Defizite abzudecken. Im Klartext heiße das, dass weitere Steuererhöhungen zu erwarten seien, wenn nicht auf der Ausgabenseite endlich nicht nur mit Symbolsparen gegensteuert würde.

Die OBG plädiere schon seit langem dafür, die Ausgaben im Zaun zu halten. Aus diesem Grund stimmte die OBG gegen den Bau des sich als Kostengrab herausstellenden neuen Hallenbades, hatte frühzeitig die Konzepte der Stadt zum Ausbau der Kinderbetreuung hinterfragt, forderte eine Zurückverlagerung von Aufgaben an den Kreis, die durch die Stadt Oberursel durchgeführt werden und forderte die Stellenzahl im Rathaus nicht zu erhöhen.

Oberursel lebe schon seit geraumer Zeit über seine Verhältnisse. Leidtragende sind die Einwohner und Unternehmen. Oberursel weise mit Abstand höchsten Sätzen aller Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis bei der Gewerbesteuer und der Grundsteuer B auf, mit entsprechender Wirkung auf die Standortattraktivität.

Dazu OBG Fraktionsvorsitzender Georg Braun: „Mit dem Haushaltsentwurf ist die Belastungsgrenze der Bürgerinnen und Bürger weit überschritten. Zudem nimmt sich die Stadt jeden Spielraum bei der Umsetzung dringend notwendiger Projekte, wie die Sanierung des Rathauses und der Stadthalle, die Anbindung der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung und dem Bau des Gefahrenabwehrzentrums. Auch wenn es weh tut, die Verantwortlichen müssen dieser Entwicklung endlich Rechnung tragen.“

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